KEN BARDOWICKS

Ich lüge Dich!

Comedy, Zauberkunst und andere Überlebensstrategien

„Nicht alles, was glänzt, ist Schweiß!“ Ken Bardowicks hat sich eine gesunde Distanz zum Showgeschäft bewahrt. Als Zauberkünstler verdient er schließlich seinen Lebensunterhalt mit Dingen, für die man früher verbrannt wurde (und heutzutage mancherorts noch wird…). Einem Mann dieser Profession macht man so schnell nichts vor. Treffsicher trennt Ken Bardowicks Schein und Sein und bringt in seinem zweiten Bühnenprogramm „Ich lüge Dich“ die existenziellen Fragen auf den Punkt: „Warum nageln wir uns immer wieder mit einem Fuß am Boden fest und wundern uns dann, dass wir nur noch im Kreis gehen?“ „Wenn ich nicht hier auf diesem Planeten wäre, wo wäre ich dann?“ „Und müsste ich dort auch eine Steuererklärung abgeben?“

Ken Bardowicks hat nicht auf jede Frage eine Antwort, aber er hat auf jede Antwort eine Frage. Er erzählt von Liebe, Lüge, Leidenschaft und begleitet seine humorvollen Geschichten in ureigener Manier mit exquisiten Zaubereien. Zwar kann er zaubern, doch bleibt er dabei immer einer von uns. Denn auch für ihn sind die zwischenmenschlichen Beziehungen ein Buch mit sieben Siegeln. Auch er kriegt es nicht geregelt, aber es macht einen Heidenspaß, ihm dabei zuzusehen. Denn Ken Bardowicks live zu erleben ist ungefähr so, wie die eigene Seele mit Schokolade aufzutanken und das eingefrorene Herz mit einem Haartrockner aufzutauen.

Ken Bardowicks begeistert, weil er das genaue Gegenteil eines abgezockten aalglatten Zauberkünstlers verkörpert. Er kommt daher wie der nette Junge von nebenan. Dabei hat er es faustdick hinter den Ohren. Mit seiner gespielten Unbeholfenheit, seinem lausbübischen Charme und seinem trockenen Humor im englischen Stil wickelt Ken sein Publikum im Handumdrehen um den Finger. Und schüttelt dabei ganz beiläufig seine magischen Knalleffekte aus dem Ärmel – wenn es sein muss, ein komplettes Teegeschirr inklusive Teebeutel und heißem Wasser.

“Ich lüge Dich!” wurde in München von der Abendzeitung mit dem ”Stern der Woche” ausgezeichnet. Die Regie übernahm Susanne Sewald. Als Coach fungierte Kens Zauberkollege Gaston. Als Magical Advisor Luke Wilson.

 
 

Presse

Die Premieren-Kritik von Peter Romir in den Nürnberger Nachrichten:

Trick mit der Knetfigur
Zauberkünstler Ken Bardowicks im Burgtheater

“Sein neues Programm `Ich lüge Dich!´ stellte der Kölner Zauberkünstler Ken Bardowicks als Deutschland-Premiere im Nürnberger Burgtheater vor. Es gab begeisterten Applaus.

Nein, einen Hasen wird er an diesem Abend nicht aus dem Hut ziehen: „Oder wollen sie so einem Tier zumuten, 30 Minuten lang in der versteckten Geheimtasche eines Zylinders zu hocken, nur um dann plötzlich an den Ohren ins gleißende Licht gezogen zu werden?“

Statt auf angestaubte Varieté-Atmosphäre setzt der 1978 geborene Ken Bardowicks bei „Ich lüge Dich!“ lieber auf Natürlichkeit und eine frische Mischung aus Zauberei und persönlichen Geschichten. Dadurch werden selbst unspektakuläre Tricks wie das Hervorzaubern einer Zigarette hinterm Ohr zur Schmunzelnummer. Und da ihm, wie gesagt, die Kaninchen leid tun, müssen hier Knetfiguren als Versuchsobjekte herhalten. Die aber richtig: So wird Knetmann „Adam“ beispielsweise als Entfesselungskünstler in eine „Aluminium-Todesfalle“ gesteckt, bei der eine Spieluhr, ein Dokumentenvernichter und der Personalausweis eines Zuschauers eine wichtige Rolle spielen! Wie sich die Knetfigur daraus befreit (oder auch nicht), ist einer der komischen Höhepunkte des Programms.

Der andere kommt, als Bardowicks ein und denselben Kartentrick in vier verschiedenen Variationen präsentiert: Als zitternder Neu-Zauberer, als selbstverliebter Show-Magier, als gelangweilter Routinier und schließlich – und das ist dann wirklich erstaunlich – als Überprofi, der seine Hände gar nicht mehr braucht und den Trick, inklusive Kartenmischen, ausschließlich mit dem Mund ausführt.

Sicher ist es auch ein kleines Geschenk ans Burgtheater, welches Bardowicks 2005 mit einem Kabarettpreis auszeichnete, dass die Deutschland-Premiere dieses neuen Programms ausgerechnet vor den oft als zäh geschmähten Franken stattfand. Und auch dieser Trick gelingt: Das Publikum ist an drei ausverkauften Abenden begeistert von diesem frischen Talent. Auch ohne Hasen.”

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